WENN EIN TIER VON UNS GEHT

Was man tief in seinem Herzen besitzt,
kann man nicht durch den Tod verlieren.

GOETHE

Aus dem Schatten der Trauer

Wenn ein geliebtes Tier stirbt, erlebt sein Besitzer oft ein nie gekanntes Ausmass an seelischem und körperlichem Schmerz. Viele trauernde Tierhalter werden sogar ernsthaft krank oder depressiv. Zu dem Verlustschmerz kommt manchmal die Verzweiflung darüber, vom eigenen Umfeld nicht verstanden zu werden. Trauernde Tierhalter empfinden aber, dass sie viel mehr als «nur» ein Tier verloren haben, nämlich einen besten Freund, Vertrauten oder Seelengefährten. Für viele Tierhalter ist der Tod ihres geliebten Tieres fast so oder sogar genauso belastend wie der Tod eines engen menschlichen Familienmitgliedes. Noch immer wird das Thema trauern um Tiere in unserer Gesellschaft tabuisiert. Gleichwohl ist der Tod des Haustieres eine Realität, die nun einmal unvermeidlich auf den Tierbesitzer zukommt.

Das Zusammenleben zwischen Mensch und Tier ist verschieden und vielseitig. Genauso verschieden und individuell wird der Prozess der Trauer erlebt. Stirbt ein vierbeiniges Familienmitglied, stürzen viele Menschen in eine ernsthafte Krise. Deshalb ist es wichtig, dass Menschen, die einen solchen Verlust erlitten haben, jemanden haben, mit dem sie sich darüber aussprechen können.

Es ist wichtig, sich eine Trauerzeit zuzugestehen und die aufkommenden Gefühle nicht zu unterdrücken. Die Trauergefühle zeigen, dass man an das Lebewesen, das gestorben ist, eine innere Bindung hatte. Sie werden sich um so schneller wieder vom erlittenen Verlust erholen können, je umfassender Sie die Möglichkeit haben, Ihren Kummer und Ihre Trauer auszudrücken.